Navigate

Tagebuch Das Mädchen Ihr Chihuahua Sonstiges One Litre of Tears Deutsche Übersetzung Exit

Bloggerin

Melissa: 18 ♥, Streber, lebensfroh, liebt Shoppen, den Sommer und die Natur

Zitat

Nicht jeder der lebensfroh scheint, ist es auch.
last update: 27/3/98

Drugs




Hiermit könnt ihr mich verlinken.




Das Tagebuch von
Aya Kito




Übersetzt für Melly

Von Dennis



Kapitel 1

14 Jahre alt (1976-77) – Meine Familie


Mary ist gestorben.

Heute ist mein Geburtstag. Wie groß ich geworden bin!  Ich sollte Mama und Papa danken. Ich bin fest entschlossen, bessere Noten zu schreiben und viel gesünder zu werden, damit ich sie nicht enttäuschen werde. Das ist der Grund, weshalb ich die Blüte meines Lebens genießen möchte. Ich möchte in der Zukunft absolut nichts bereuen. Ich gehe übermorgen in ein Schul-Ferienlager. Ich muss viel lernen, um meine Hausaufgaben zu erledigen, sonst werde ich mich über die restlichen Ferien nicht frei fühlen. Halte durch, Aya!

Tiger, der wilde Nachbarshund, hat Mary in den Nacken gebissen, und sie starb. Tiger ist groß, aber Mary war sehr klein. Sie ging auf ihn zu und wedelte mit dem Schwanz, um zu zeigen, dass sie es freundlich meint.

„Mary, nein! KOMM ZURÜCK!“  Ich rief verzweifelt, aber ... Sie starb ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, aufzuschreien. Das muss schrecklich für sie gewesen sein. Wäre sie nicht als Hund geboren worden, hätte sie nicht so früh sterben müssen. Mary, ich hoffe du bist glücklich, wo auch immer du bist!

Unser neues Haus ist fertig. Das Kinderzimmer auf der östlichen Seite des zweiten Flurs ist wie ein Schloss für mich und meine kleine Schwester, Ako. Es hat eine weiße Decke und die Wände haben eine braune Fassade. Die Aussicht vom Fenster aus ist anders als ich es bisher gewohnt war. Ich bin froh, dass wir unseren eigenen Raum haben, aber in einem großen Raum komme ich mir ein wenig einsam vor. Ich frage mich, ob ich heute Nacht schlafen kann?

 

Durchstarten mit frischer Stimmung!

     1. Ich sollte T-Shirts und Hosen tragen (gemütlicher um darin herumzulaufen)

2. Tägliche Aufgaben:
*den Garten bewässern
*Unkraut jäten
*nachsehen, ob sich Insekten auf der Rückseite der Blätter der Strauchtomaten, die ich gepflanzt habe, tummeln
*nachsehen, ob Blattläuse auf der Chrysantheme sitzen und alle beseitigen, die ich finde

3. Ich darf die Schule nicht vernachlässigen!

4. Außerdem sollte ich alles, was geschieht, in meinem Tagebuch festhalten ... ohne dabei zu scheitern.

Ich befehle mir hiermit selbst, all diese Dinge zu tun.


Kapitel 1

14 Jahre alt (1976-77) – Meine Familie II


Meine Familie

Papa: 41 Jahre alt. Er ist ein wenig ungestüm, aber  gutmütig.

Mama: 40 Jahre alt. Ich respektiere sie sehr, aber sie ist hart, wenn sie mal direkt zur Sache kommt.

Ich: 14 Jahre alt. Am Anfang der Pubertät. Ein schwieriges Alter. Kurz gesagt, eine Heulsuse. Lebt ihre Emotionen aus. Einfältiges Mädchen. Hat häufig Stimmungsschwankungen, lacht aber auch sehr oft.

Ako: 13 Jahre alt. Ich habe ein Gefühl der Rivalität mit ihr, in den Bereichen Schule und Persönlichkeit. Aber in letzter Zeit setzt sie mich unter Druck.

Hiroki: 12 Jahre alt. Ein hartnäckiger Kunde. Eindrucksvoll. Er ist jünger als ich, aber manchmal scheint er eher ein älterer Bruder zu sein. Er ist außerdem der Pflegevater von Hund Koro.

Kentaro: 11 Jahre alt. Er hat eine vielfältige Vorstellungskraft, kann aber sehr leichtsinnig sein.

Rika: 2 Monate alt. Sie hat Mamas lockiges Haar und Papas Gesicht. Sehr süß!



Kapitel 2

15 Jahre alt (1977-78) – Eine Krankheit
kriecht hervor


Zeichen von etwas

Es scheint, als werde ich in letzter Zeit dünner. Ich frage mich, ob das daher kommt, weil ich Mahlzeiten übersprungen habe, um meine Hausaufgaben und  eigenständige Nachforschungen zu erledigen? Selbst wenn ich an so etwas denke, kann ich es nicht ausüben, und das bringt mir Ärger. Ich gebe mir selbst die Schuld, aber ich mache keinerlei Fortschritte. Ich verschwende nur Energie. Ich möchte ein bisschen Gewicht zulegen. Ich versuche, morgen Maßnahmen zu ergreifen, damit meine Pläne nicht ruiniert werden.

Es nieselte. „Ich hasse es, zur Schule zu gehen und dabei einen Regenschirm, meine Schultasche und eine weitere Tasche zu tragen.“  Gerade als mir dieser Satz durch den Kopf ging, schienen meine Knie plötzlich einzusinken und ich fiel auf eine schmale Straße, die mit Kies bedeckt war. Ich war nur etwa 100 Meter von zuhause entfernt. Ich stieß mir mein Kinn heftig. Ich berührte es vorsichtig und bemerkte, dass meine Finger mit Blut bedeckt waren. Ich nahm meine Taschen und meinen Schirm, welche auf der Straße verteilt waren und verfolgte meine Fußspuren zurück nach Hause.

„Hast du etwas vergessen?“  rief meine Mutter, als sie zum Eingangsbereich kam.
„Du beeilst dich lieber, sonst bist du noch zu spät! ... Ohje, was ist passiert?“
Alles, was ich tat, war zu weinen. Ich konnte nichts sagen. Sie wischte mir schnell mit einem Handtuch über mein blutverschmiertes Gesicht. Es war etwas Kies in der Wunde.
„Ich denke, wir brauchen einen Arzt,“ sagte sie. Sie half mir, meine nasse Kleidung zu wechseln und legte mir ein Pflaster fest an. Dann sprangen wir ins Auto.


Ich bekam zwei Stiche ohne Betäubung. Dies war alles ein Ergebnis meiner Tollpatschigkeit, also versuchte ich den Schmerz auszuhalten, indem ich meine Zähne zusammen biss. Aber viel wichtiger, es tut mir Leid, Mama – wegen mir musstest du dir einen Tag frei nehmen.


Während ich mein schmerzhaftes Kinn im Spiegel betrachtete, fragte ich mich, warum ich meine Arme nicht vor mich schlug, um meinen Fall abzubremsen. Etwa weil meine sportlichen Fähigkeiten so bedürftig waren? Ich war jedenfalls froh, dass die Wunde auf der Unterseite meines Kinns war. (Hätte ich eine Narbe an einem eher sichtbaren Fleck, wäre meine Zukunft in Sachen Heirat ein Buch mit sieben Siegeln.)

Meine erreichten Punkte im Sportunterricht bis jetzt:
Erste Klasse an der Junior High – 3
Zweite Klasse – 2
Dritte Klasse – 1

Wie enttäuschend! Mangel an Fleiß? Ich hatte gehofft, mit Hilfe des Zirkeltrainings über die Sommerferien etwas an Kraft zuzulegen. Aber ich habe versagt. Ich habe es nicht lange genug getan, also denke ich, ist das keine Überraschung. („Natürlich ist es das nicht!“ = Die mysteriöse Stimme meines anderen Ichs.)

Diesen morgen kamen das Sonnenlicht und eine angenehme Brise durch die gelben Spitzenvorhänge der Küche hinein. Ich weinte.
„Ich frage mich, warum nur ich solch armselige sportliche Fähigkeiten besitze?“
Eigentlich hatten wir heute einen Test auf dem Schwebebalken.
„Aber du bist gut in anderen Fächern, also ist das doch nicht schlimm, oder?“ sagte meine Mutter, während sie auf mich hinab sah. „In der Zukunft kannst du das meiste aus deinen Fähigkeiten in deinen Lieblingsfächern heraus holen. Du bist sehr gut in Englisch. Also warum versuchst du nicht, das durch und durch zu meistern? Es ist die Weltsprache, also bin ich mir sicher, dass sie in deiner Zukunft sehr nützlich sein wird. Es ist egal, ob deine Punktzahl in Sport nur bei 1 liegt ...“
Ich hörte auf, zu weinen. Mama brachte mich dazu, dass mir klar wurde, dass es immer noch etwas Hoffnung gibt.






Ich werde immer weinerlicher. Und mein Körper bewegt sich nicht, wie ich es möchte. Werde ich zu einem Faulpelz, weil ich keine Lust habe, meine Hausaufgaben zu machen, welche ich nur erledigen könnte, wenn ich fünf Stunden am Tag mit ihnen verbringe? Nein. Irgendetwas in meinem Körper scheint falsch zu laufen.
Ich habe Angst!
Ich habe ein Gefühl, dass mein Herz einengt.
Ich möchte mehr trainieren.
Ich möchte mit all meiner Kraft rennen.
Ich möchte lernen.
Ich möchte ordentlich schreiben.

Ich finde Paul Mauriats Toccata sehr schön (Musik). Ich bin ganz versessen auf sie. Wenn ich sie abspiele, während ich esse, schmecken die Mahlzeiten so gut, es ist wie ein Traum.

Jetzt etwas über Anko, eine meiner Schwestern. Bisher bemerkte ich nur die bösartige Seite ihres Charakters. Aber mittlerweile sehe ich, dass sie eigentlich sehr nett ist. Warum ich das denke? Ich bin sehr langsam, wenn ich morgens zur Schule laufe, aber sie bleibt immer bei mir. Meine Brüder laufen einfach vor und lassen mich zurück. Aber als wir die Fußgängerbrücke überquerten, nahm Ako meine Schultasche und sagte, „Aya, halt dich lieber am Geländer fest, während du gehst.“

Aus der Stimmung der Sommerferien bin ich mittlerweile ziemlich raus.
Als ich die Treppen hinauf stieg, nachdem ich den Tisch vom Abendessen abräumte, sagte meine Mutter: „Aya, kannst du du mal kommen und dich für einen Moment setzen?“ Sie sah sehr ernst aus. Ich wurde angespannt, während ich mich fragte, was sie mir erzählen wird.
„Aya,“ sagte sie, „du scheinst deinen Oberkörper beim Laufen nach vorne zu beugen und schwenkst dabei leicht nach rechts und links. Hast du das bemerkt? Mir ist aufgefallen, dass du das schon eine Weile lang tust, und ich beginne, mir Sorgen zu machen. Sollen wir ins Krankenhaus gehen für eine Untersuchung?“
„ ... Welches Krankenhaus?“, fragte ich nach einer Pause.
„Ich finde eins, das dir eine ausführliche Komplettuntersuchung sicherstellt. Überlass das nur mir. Ok?“
Meine Tränen flossen ohne Unterbrechung. Ich wollte wirklich sagen, „Danke, Mama, es tut mir Leid, dass ich dir so viele Sorgen bereite.“
Aber ich bekam kein Wort heraus.



Da sie der Meinung war, ich solle in ein Krankenhaus gehen, fragte ich mich nun wirklich, ob etwas mit mir nicht stimmt.
Liegt es an meinen bedürftigen sportlichen Fähigkeiten?
Liegt es daran, dass ich so lang wach bleibe?
Liegt es daran, dass ich unregelmäßig esse?

Ich konnte nicht anders, als zu weinen, während ich mir diese Fragen stellte. Ich weinte so viel, meine Augen taten weh.


Kapitel 2

15 Jahre alt (1977-78) – Eine Krankheit
kriecht hervor II


Besuch beim Doktor

Gratis bloggen bei
myblog.de


One Litre of Tears

Designer